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Aktivisten und Experten fordern Transparenz Deutschlands hinsichtlich der Unterstützung UNRWAs

Das in Jerusalem ansässige Center für Nahostpolitik-Forschung veranstaltete diese Woche ein Zoom-Seminar, um Forschungen über die Verbreitung von Anti-Israel-Hasserziehung als offiziellen Bestandteil des Lehrplans in arabischen Schulen für Kinder jeden Alters im Gazastreifen auszutauschen, die in Judäa und Samaria sowie in Jerusalem von der UN-Hilfsorganisation (UNRWA) geleitet werden.

Das Publikum des Zoom-Seminars, das hauptsächlich auf Deutsch gehalten wurde, setze sich zusammen aus Journalisten, Aktivisten und politischen Entscheidungsträger aus ganz Deutschland, da dieses Land derzeit die größte Gebernation UNRWAs ist und 2019 fast 170 Millionen US-Dollar beisteuerte.

Deutschland trat nach der Einstellung der UNRWA-Finanzierung seitens der Trump-Regierung in diese Rolle ein, woraufhin im Januar 2018 ein Zuspruch von über 60 Millionen US-Dollar gewährt worden ist. In einer Pressemitteilung des US-Außenministeriums vom August 2018 heißt es: „Die USA waren nicht mehr dazu bereit, den überproportionalen Anteil der Kosten UNRWAs zu tragen, die wir seit vielen Jahren übernommen hatten.“

Die Pressemitteilung zitierte UNRWAs „Geschäftsmodell und die steuerlichen Praktiken, welche UNRWA schon seit Jahren“ als „nicht nachhaltig kennzeichnen“, während sie UNRWA für „die endlose und exponentielle Erweiterung der Anzahl der zur Begünstigung Berechtigten“ zur Verantwortung ziehen.

Autor, Journalist und Publizist Alex Feuerherdt, Co-Autor des Buches „Vereinte Nationen gegen Israel. Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert“, sagte JNS, sein Ziel sei es, Wege zu finden, “die deutsche Regierung unter Druck zu setzen, die Geld an UNRWA übergibt”, ohne Transparenz zu fordern. “Mit dieser Finanzierung sind keine Bedingungen verbunden!” sagte er nachdrücklich.

Feuerherdt sagte: „In Deutschland sagen viele Menschen‚ ‚nie wieder‘ [bezogen auf den Holocaust], wenn Deutschland jedoch bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen gegen Israel stimmt und UNRWA finanziert, wo junge Menschen zum Antisemitismus angeregt werden, wie sei dies gegenüber der Vergangenheit zu rechtfertigen?”

Er teilte zudem mit, dass ein Zusammentreffen mit israelischen Austauschstudenten in 1987, die während des Holocaust im Todeslager Bergen-Belsen ihre Familie verloren hatten, einen großen Einfluss auf seine Ansichten über Israel hatte. „Ich komme von der deutschen Linken, und diese hasst Israel. Es ist unsere Pflicht als Linke, den jüdischen Staat zu unterstützen. Ich bin motiviert, andere Linke davon zu überzeugen, auch entsprechend zu denken.“

Schulbücher „fordern die Zerstörung des ganzen Landes“

David Bedein, der das Center für Nahostpolitik-Forschung leitet und seit Jahren Anti-Israel-Bildung dokumentiert, die in von UNRWA betriebenen Schulen verbreitet wird, sagte der JNS, dass der Schwerpunkt der Lehrbücher der Palästinensischen Autonomiebehörde und der Hamas in den letzten Jahren deutlich auf dem sogenannten „Rückkehrrecht“ lag.

Mit anderen Worten, er erklärte, dass “die Schulbücher nicht nur darauf abzielen, die Kontrolle über ganz Judäa, Samaria und Gaza zu erlangen, sondern die Zerstörung des gesamten Landes fordern.”

Bedein sagte zudem, es sei für deutsche Politiker unabdingbar zu wissen, dass „die in UNRWA-Schulen verwendeten PLO-Texte keinen Frieden befürworten und stattdessen einen bewaffneten Aufstand auslösen, indem Israel nicht als souveräner Staat anerkannt wird und die Anwesenheit seiner fast 6,8 Millionen Juden auf dem Land sowie die heilige Stätten für das Judentum nicht anerkannt werden.“

Ein von ihm angebrachtes Beispiel: „UNRWA stellte ein neues Schulbuch vor, in dem Dalal Al-Mughrabi als Vorbild für UNRWA-Schüler vorgestellt wird, dessen Terrorkommando einen Bus befehligte und 38 [israelische] Passagiere, darunter 13 Kinder ermordete. In dem neuen UNRWA-Text wird Dalal in voller Terrorkleidung dargestellt, gefolgt von einem Unterrichtsplan, der ihre Lebensgeschichte zur Verehrung und Nachahmung präsentiert.“

Er fügte hinzu: „Deutschland sollte mehr als jede andere Nation vorsichtig sein, wenn es um Fragen geht, die eng mit dem Wohlergehen der Bürger des jüdischen Staates verbunden sind.

„Es gibt 6 Millionen Gründe, warum wir Deutschland zur Verantwortung ziehen müssen.“

Bedein hat kürzlich die Website UNRWA-MONITOR.com eingerichtet, um die Erziehung zum Hass hervorzuheben, die in den Büchern der von UNRWA geführten Schulen enthalten ist.

‘Blick in die Zukunft’

Arnon Groiss, Experte für Schulbücher im gesamten Nahen Osten, erklärte in der Zoom-Konferenz, dass der Schwerpunkt der von UNRWA verwendeten Schulbücher in der P.A. “die Delegitimierung Israels und der Juden sei, in dem, was sie “Palästina” nennen.”

Er fügte hinzu, dass “die Karten das ganze Land Israel abdecken und der Name “Israel” nicht einmal verwendet wird. Es wird die zionistische Besatzung genannt. Es scheint zudem, als hätten Juden hier keine Geschichte und keine heiligen Stätten.”

Er erwähnte zudem, dass in einem bestimmten Text Schulkindern in der dritten Klasse beigebracht wird, dass “es nach der Befreiung Palästinas Zeit sei, die Ausländer auszurotten”, bezugnehmend auf die noch in Israel lebenden Juden.

Obwohl sie nicht an der Zoom-Konferenz teilnahm, sagte das ehemalige Knesset-Mitglied Einat Wilf, die kürzlich das Buch Der Krieg der Rückkehr zum Thema der palästinensischen Flüchtlingsfrage mitverfasst hatte, zu JNS: „Auch wenn ich es nicht wahrhaben möchte, unterstützt Deutschland mit der UNRWA-Finanzierung eine der führenden Organisationen, die den Konflikt ausweiten will, indem sie eine Generation von Palästinensern nach der anderen zum Glauben anstiftet, dass sie den Ausgang des Krieges von 1948 rückgängig machen und Israel durch den Mechanismus der Rückkehr auslöschen können.“

Sie fügte hinzu: “Durch die beträchtliche UNRWA-Finanzierung stellt Deutschland sicher, dass die Palästinenser niemals einen Führer wie Willy Brandt haben, der den deutschen Flüchtlingen aus dem Zweiten Weltkrieg sagen konnte, sie sollten in die Zukunft schauen, anstatt an alten Träumen festzuhalten.”

„Wären die deutschen Flüchtlinge aus den östlichen Gebieten wie die Palästinenser behandelt worden, würde der Krieg in Europa immer noch andauern, und zig Millionen Deutsche würden in Slums an der Grenze zu Polen leben und sich Generation für Generation als Flüchtlinge betrachten, alte Ressentiments pflegen und sich bei bewaffneten und blutigen Terroranschlägen gegen die polnischen Bürger engagieren“, fügte sie hinzu. “Deutschland würde das nicht für sich selbst wollen. Es ist nicht klar, warum es das für Israelis und Palästinenser will.”

Bedein sagt, dass die Arbeit seiner Agentur, UNRWA zur Verantwortung zu ziehen, Wirkung zeige.

Während eines virtuellen Treffens der UNRWA am 10. November warnte der Generalkommissar der Organisation, Philippe Lazzarini, dass die Tatsache, dass “externe hoch organisierte Einzelpersonen und Organisationen UNRWA ständig beschuldigen und als eine Agentur darstellen, die Gewalt anstachelt und Antisemitismus fördert” „erheblichen Reputationsschaden“ mit finanziellen Auswirkungen verursacht.

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