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Im Sinne des Washingtoner Gipfeltreffens:
Abschaffung der palästinensischen ‘Massenunterrichtswaffen’ an Schulen

Wenn Sie die aktualisierte Version des „Peace to Prosperity“-Plans (Frieden für Wohlstand) lesen, den US-Präsident Trump letzte Woche vorgestellt hat, finden Sie beispiellose Grundvorraussetzungen für die Bildung eines palästinensischen Staates:

„Die Palästinenser sollen alle Programme, einschließlich Lehrpläne und Schulbücher, die dazu dienen Hass und Hetze sowie Feindseligkeit gegen ihre Nachbarn zu fördern, oder solche [Programme], die kriminelle Handlungen finanziell kompensieren und zu Gewaltakten Anreiz geben, beenden.“

Der Kontext dieser Direktive kann nicht ignoriert werden.

Unsere bereits 20 Jahre geführten Untersuchungen zeigen, dass die PLO Schulen in ein Werkzeug des Krieges gegen Israel transformiert hat.

Im vergangenen Monat gab die PLO ein neues Schulbuch heraus, das Dalal Al-Mughrabi gewidmet ist – einer palästinensischen Frau, die in voller Terrorausrüstung gezeigt wird, im Jahr 1978 einen Bus in ihre Gewalt brachte und im Zuge dessen 38 Juden – darunter 13 Kinder – ermordete. Vier Seiten in diesem Schulbuch präsentieren sie als nachahmungsürdiges Vorbild für Fünftklässler

Durch den gesamten “Peace for Prosperity”-Plan hinweg, zeigen die USA Unterstützung für die Palästinensische Autonomiebehörde ohne Einschränkungen zu fordern.

Mit den Worten von Dr. Arnon Groiss, der diese Schulbücher übersetzt:

Der von den USA vorgeschlagene “Peace to Prosperity”-Plan zur friedlichen Lösung des palästinensisch-israelischen Konflikts, beinhaltet ein Kapitel zur Verbesserung der palästinensischen Bildungsstandards. Die Inhalte der palästinensischen Bildung sind jedoch das genaue Gegenteil zu einem Friedensplan. Würden wir lediglich einen Blick in die Schulbücher der Palästinensischen Autonomiebehörde werfen, die in allen Schulen der Westbank, dem Gazastreifen und jenen in Jerusalem verwendet werden und dem PA Curriculum folgen, würden wir feststellen, dass sie auf drei Fundamenten basieren:

  1. Delegitimierung der Existenz Israels und die Präsenz seiner jüdischen Bevölkerung im Land, einschließlich der Leugnung ihrer Geschichte und heiligen Stätten darin, welche dargestellt werden als heilige Stätten der Muslime, die von Juden lediglich übernommen wurden.
  2. Dämonisierung des Staates Israel, der als die Wurzel allen Übels und für den Konflikt allein verantwortlich dargestellt wird, während die Palästinenser als die ultimativen Opfer [des Konflikts] beschrieben werden. Juden werden hingegen als rassistische Kolonialisten beschrieben, die Absichten eines Genozid gegenüber den Palästinensern hegen. Darüber hinaus werden Juden als Feinde des Islams dämonisiert.
  3. Anstatt den Frieden und die Koexistenz mit Israel zu befürworten, rufen die PA-Schulbücher zu einem gewaltsamen Kampf für die Befreiung Palästinas in seiner Gesamtheit auf, d.h. einschließlich der Gebiete Israels vor 1967, die ebenfalls als palästinensische Gebiete bezeichnet werden, jedoch im Jahr 1948 besetzt wurden. Diese Indoktrination zum Krieg wird durch das Hinzufügen von religiösen Konzepten wie JihadMartyrium und der Notwendigkeit die Al-Aqsa Moschee zu befreien verstärkt, was wiederum den [eigentlich] nationalen Konflikt in einen religiösen verkehrt, und Frieden somit in noch weitere Ferne rückt. Terror und das empfundene “Recht auf Rückkehr” sind Teil des Befreiungskampfes, und in den erwähnten Schulbüchern finden sich Referenzen auf die angestrebte Ausrottung jener Juden, die sich nach der erhofften “Befreiung” noch im Land befinden.

Vermeidung der Delegitimierung des Staates Israel und der jüdischen Präsenz im Land

– Karten, welche die heutigen Grenzen zeigen, sollten zumindest Israels Territorium vor 1967 als “Israel” benennen. Ein solches Gebiet darf nicht unbenannt bleiben und da keinesfalls als “Palästina” bezeichnet werden, da dies eine Verzerrung der Situation vor Ort darstellt.

– Israel sollte in jedem Text als souveräner Staat dargestellt werden.

– Jede Referenz auf eine Region oder einen Ort innerhalb der israelischen Grenze vor 1967 darf nicht als ein palästinensischer [Ort] unter Besatzung bezeichnet werden.

– Diskussionen über die heiligen Stätten im Land sollten sich nebst den muslimischen und christlichen auch auf die heiligen Städten der Juden beziehen. Jede Referenz auf einen Ort, der den Juden heilig ist (wie z.B. die Klagemauer, die Höhle der Patriarchen in Hebron und Rachels Grab in Betlehem), sollte diese Tatsache auch aufgreifen.

– Diskussionen über Demografie sollten die Anzahl der dort lebenden Juden (fast 7 Millionen Stand 2019) beinhalten. Karten, die Städte zeigen, sollten auch die jüdischen Städte abbilden – und zwar mit ihren hebräischen Namen (wie z.B. Tel Aviv, Eilat, Ashdod usw.).

– Die Schulbücher sollten Israels Territorium vor 1967 nicht als “besetztes Palästina” bezeichnen. Begriffe wie “das Land von 1948”, “das innere [Land]” sollten nicht anstelle von “israelisches Territorium” verwendet werden.

Vermeidung der Dämonisierung Israels und der Juden

Schulbücher dämonisieren und entmenschlichten Israel/Juden, sowie jene Beschreibung, die über die Darstellung Israels und/oder der Juden als Gegner mit eigenen Rechten, Interessen und Positionen hinausgeht. Juden sollten nicht als Feinde des Islam dargestellt werden.

Schulbücher sollten hingegen Inhalte vermitteln, die sich objektiv mit Israel und den Juden befassen, z.B. jene über die Strukturen innerhalb der israelischen Regierung, Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie, die hebräische Kultur, die jüdische Geschichte usw., welche allgegenwärtige antiisraelische Themen ausgleichen würden.

Es ist wichtig in den Schulbüchern zu betonen, dass der Jude ein Mensch ist und ungeachtet der gegenwärtigen Rivalität auch dementsprechend behandelt werden sollte.

PA-Schulbücher, die an UNRWA-Schulen gelehrt werden, sollten auch Selbstkritik (d.h. die Ablehnung von Angeboten für eine friedliche Lösung des Konflikts, das Massaker an unbewaffneten jüdischen Nachbarn usw.) beinhalten.

Befürwortung einer friedlichen Lösung anstelle von gewalttätigem Kampf, Jihad und Martyrium

Schulbücher, die an UNRWA-Schulen unterrichtet werden, sollten betonen, dass Frieden und Koexistenz eine strategische Entscheidungsmöglichkeit ist und dass Verhandlungen der richtige Weg sind, um eine Lösung für jeden Konflikt zu erreichen.

Die Inhalte der Schulbücher sollten keinen gewalttätigen Kampf als Mittel zur Lösung des Konflikts propagieren.

Islamische Begriffe wie ‘Jihad’ und Martyrium sollten im historischen Kontext erwähnt werden und nicht als Ziel dargestellt werden, das verfolgt werden soll.

Jede Diskussion über ‘Nakbah‘ sollte betonen, dass die ‘Nakbah‘ aus einem Krieg hervorgegangen ist, der von den Arabern und Juden initiiert wurde, konträr zu dem, was heute in den neuen PA-Schulbüchern behauptet wird.

“Recht auf Rückkehr” sollte als PLO-Position in politischen Sinne in Bezug auf das “Flüchtlingsproblem” dargestellt werden, wohingegen eine Lösung in Verhandlungen nur im gegenseitigen Einvernehmen erreicht werden kann.

Vollständige Offenlegung: Nebst der Prüfung von Schulbüchern, die an UNRWA-Schulen in den Palästinensischen Autonomiebehörde verwendet werden, hat das Bedein Center für Nahostpolitik-Forschung in den letzten zehn Jahren die Durchführung einer vollwertigen paramilitärischen Ausbildung in UNRWA-Bildungseinrichtungen gefilmt und untersucht.

Der “Peace of Prosperity”-Aktionsplan würde diesen Aktivitäten ein Ende setzen.

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